Häufige Fragen

Eine „freie Schule“ wird von einer „Freien Trägerschaft“ betrieben. Bei SCOLÉ ist das der Verein SCOLÉ e.V.

Nachhaltigkeit erwächst aus Ganzheitlichkeit. SCOLÉ macht es sich deshalb zur Aufgabe, Menschen ganzheitlich zu fördern, ihre tiefe Verbundenheit mit sich, mit anderen Menschen und der Natur zu wahren und ihnen alternative, nachhaltige Lebensweisen emotional-praktisch erfahrbar zu machen.

In Art. 7 (4) des Grundgesetzes ist das Recht verankert, private Ersatzschulen zu gründen. Sie bedürfen der staatlichen Genehmigung. Diese ist zu erteilen, wenn die in Art. 7 (4), Satz 3 und 4 und Art. 7 (5) genannten Voraussetzungen gegeben sind.

SCOLÉ – Freie Nachhaltige Schule Wiesental ist geplant als eine „genehmigte Ersatzschule“ mit den beiden Bildungsgängen Grundschule und Werkrealschule. Das Konzept der SCOLÉ entspricht den vom Baden-Württembergischen Schulgesetz gestellten Anforderungen.

Während manche anderen freien Schulen sich an den Lehren bestimmter Begründer*innen orientieren, verfolgt die SCOLÉ einen eigenständigen, evolutionär-integrativen Ansatz und verbindet Ganzheitlichkeit mit Multiperspektivität.

Wichtige Anregungen, Erkenntnisse und Methoden beziehen wir aus einer Vielzahl fundierter Quellen, zu denen im Laufe der Zeit bestimmt weitere dazukommen werden. Dazu gehören u.a.

  • Allgemeine und spirituelle Entwicklungspsychologie – z.B. Robert Kegan, Remo Largo, Maria Montessori, Rudolf Steiner

  • Neurobiologie – z.B. Gerald Hüther

  • Reformpädagogik – z.B. aktive und demokratische Schulen, Montessorischulen, Waldorfschulen, Natur- und Wildnisschulen, offener Unterricht nach Dr. Falko Peschel, Medienkonzept für Medienmündigkeit

  • (Friedens-)Praktiken für eine neue Kultur des Miteinanders – z.B. Soziokratie, Gewaltfreie Kommunikation, Dialog

«Freilerner» sind Menschen, die sich außerhalb des Schulsystems entwickeln und bilden. In anderen Ländern ist das legal möglich, in Deutschland nicht. ‹Freie Schule› bedeutet nur, dass eine Schule in privater Trägerschaft und nicht durch den Staat geführt wird. Die SCOLÉ ist Teil des deutschen Bildungssystems und unterliegt dem Schulgesetz von Baden-Württemberg.

Das Privatschulgesetzt erlaubt, dass Freie Schulen ein Konzept ‚eigener Prägung‘ entwickeln dürfen unter der Voraussetzung, dass ein ‚besonderes pädagogisches Interesse‘ bewiesen und eine Gleichwertigkeit (nicht: Gleichartigkeit) am Ende des Bildungsgangs angestrebt wird. D.h. WIE die einzelne Schule diese Gleichwertigkeit am Ende des Bildungsganges anstrebt, kann sie selbst gestalten.

Wie das an der SCOLÉ geplant ist, kann in unserem Kurzkonzept nachgelesen werden. Ein Hauptmerkmal ist, dass die Schülerinnen und Schüler der SCOLÉ selbstbestimmt und altersgemischt in einer lebendigen Gemeinschaft auf dem Gelände und in den Räumen der SCOLÉ. Dazu kommen situativ externe Lernorte z.B. in Form von Praktika und Exkursione

Nein. Wir distanzieren uns von jeglicher Ideologie und Dogmatik. Stattdessen suchen wir auf dem Hintergrund unserer evolutionär-integralen und humanistischen Grundwerte stets im lebendigen Prozess zu bleiben mit den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder sowie den Anforderungen und Erkenntnissen der Zeit. Mehr dazu findet sich unter „Werte und Grundannahmen“.

Für neu gegründete Schulen gibt es eine Wartefrist von drei Jahren, während derer sie keinerlei Zuschüsse vom Staat erhalten. In dieser Anfangs- und Bewährungsphase muss die SCOLÉ ihre Angestellten, Materialien, Mieten usw. komplett selbst finanzieren. Nach Ablauf der dreijährigen Frist werden Schulen in freier Trägerschaft lediglich zu ca. 80% bezuschusst. Die SCOLÉ wird also immer auf Elternbeiträge angewiesen sein, wobei das Schulgeld laut Gesetz niemanden ausgrenzen darf. Eltern, die ihre Kinder zum Beitritt an die SCOLÉ anmelden möchten, eröffnen wir im persönlichen Gespräch die finanziellen Grundlagen der SCOLÉ und bitten sie um eine Selbsteinschätzung anhand einer Beitragsstaffelung.

Für die SCOLÉ wird die Form der „Genehmigung“ angestrebt, d.h. sie wird nicht berechtigt sein, staatliche Abschlüsse abzunehmen. Schülerinnen und Schüler, die einen staatlichen Abschluss möchten, können diesen, von SCOLÉ unterstützt und begleitet, extern machen.

SCOLÉ wünscht sich mit den Eltern einen offenen und regelmässigen Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf dem Hintergrund des vorliegenden Konzeptes. Kinder sollen nicht einfach „abgegeben“ werden. Es gibt vielfältige, individuell gestaltbare Möglichkeiten für Eltern, sich aktiv einzubringen, sei es, indem sie beispielsweise Workshops anbieten, sich auf dem Schulgelände oder in den Räumen betätigen, Feste mitgestalten, Öffentlichkeitsarbeit leisten oder evtl. Bereiche des Schullebens übernehmen (z.B. Küche, Verwaltung oder Reinigung). SCOLÉ und Eltern stimmen sich bezüglich der Gestaltung der konkreten Zusammenarbeit gegenseitig miteinander ab.

Hast du weitere Fragen? Dann melde dich gerne bei uns unter kontakt@scole.de